Schrift

Das geistliche Wort


Die Deutschen haben Angst, sagt man, immer und überall und vor allem. Stimmt das?
Natürlich fürchten wir uns, den Arbeitsplatz zu verlieren und damit unseren sozialen Status. Wir haben Angst vor einer Inflation und wir haben Angst vor der Deflation. Wir haben Angst vor Überfremdung und fürchten, die vielen Flüchtigen könnten uns etwas wegnehmen. Wir haben Angst vor den Folgen der Atomkraft und fürchten uns vor Handystrahlen. Die täglichen Nachrichten machen Angst vor Krieg, Terrorismus und Naturkatastrophen. Dazu kommen ganz persönliche Ängste, vor Unfällen oder Einbrüchen. Wir haben Angst, unseren Kindern könnte etwas zustoßen und wir selber könnten zu kurz kommen. Wir haben Angst vor Krebs und vor Demenz. Wir haben Angst vor Altersarmut, das Geld könnte nicht reichen. Wir haben Angst vor dem Autohändler, er könnte uns übers Ohr hauen. Wir haben Angst vor den Zahnarzt und manchmal vor unseren eigenen Gefühlen.


Wie steht es bei Ihnen mit der Angst? ... Ich möchte die Sache mit der Angst gar nicht kleinreden. Es gibt viele berechtigte Sorgen und Ängste. Kann es sein, dass viele Ängste auch daher kommen, weil wir Gott vergessen haben, weil wir das Vertrauen zum Schöpfer des Lebens verloren haben?
Ich persönlich freue mich, dass es Pfingsten geworden ist und Gott uns seinen guten Heiligen Geist als Beistand an die Seite gestellt hat. Paulus schreibt an seinen Freund Timotheus (1,7): "Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." Geben Sie dem Geist Gottes Raum in ihrem Herzen und die Angst wird kleiner werden! Laden Sie den Heiligen Geist ein in Ihr Leben, er ist eine große Hilfe für jede Lebenslage! Besuchen Sie einen Gottesdienst und vertrauen Gott ihre Ängste im Gebet an! Dann wird es richtig Pfingsten und die Angst weicht.


Hartmut Stief, Pfarrer